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Dünger: Welche Arten gibt es und was nutze Ich am Besten?

Illustration Frau wässert Gemüse

Damit die eigenen Pflanzen richtig gedeihen können, muss man sich gut kümmern und auf ihre Bedürfnisse eingehen. Dazu gehört neben genügend Licht und Wasser auch noch eine ausreichende Nährstoffversorgung. Doch was genau ist Dünger eigentlich, wo liegen die Unterschiede zwischen den verschiedenen Düngemitteln und welche nimmt man für die eigenen Pflanzen am besten?

 

Dünger: Was ist das?

Düngemittel können aus Reinstoffen oder Stoffgemischen bestehen und sind für die Ergänzung von Nährstoffen im Boden konzipiert. Es gibt sehr viele verschiedene Arten und Dünger bzw. Düngemittel sind die Sammelbegriffe dafür. Das Ziel der Verwendung von Düngern ist immer ein besseres Pflanzenwachstum, eine Steigerung der Erträge sowie eine Erhöhung des Gesundheitszustands der Pflanze zu erreichen.

 

Warum muss man düngen?

Pflanzen entziehen dem Boden Nährstoffe und wandeln diese in Blattmasse und Früchte um. Nach einiger Zeit haben die Pflanzen den Großteil der vorhandenen Stoffe im Boden aufgenommen. Wird dann kein neues Pflanzsubstrat oder Kompost hinzugefügt, verarmt der Boden und es kann nichts mehr wachsen. Dies macht sich besonders schnell bei Pflanzen bemerkbar, die in Töpfen kultiviert werden und somit einen begrenzten Raum mit Erde und den darin enthaltenen Nährstoffen haben. Deshalb wurde Dünger entwickelt, denn er ermöglicht es je nach Bedarf, neue Nährstoffe in den Boden zu bringen. Zu den Hauptnährstoffen, die eine Pflanze braucht, zählen Stickstoff, Phosphor, Kalium, Calcium, Magnesium und Schwefel. Besonders oft sind die sogenannten NPK-Dünger zu finden, welche die drei Hauptnährstoffe Stickstoff, Phosphor und Kalium abdecken, welche für die Kultivierung von Pflanzen besonders wichtig sind. Aber nur alle Nährstoffe zusammen, also Hauptnährstoffe und Spurenelemente, sorgen dafür, dass sich Pflanzen richtig ausbilden können, denn die Entwicklung einer Pflanze wird durch die Stoffe begrenzt, die nicht genügend vorhanden sind. Sind die Hauptnährstoffe in Massen vorhanden, hilft das nur zu einem gewissen Punkt: Nämlich zu dem Punkt, den die fehlenden Mikronährstoffe erlauben. Zu diesen Mikronährstoffen gehören: Eisen, Zink, Kupfer, Mangan, Bor, Molybdän und Chlor. Zu beachten ist auch, dass Pflanzen ebenso nicht-mineralische Stoffe wie Sauerstoff, Wasser, Sonnenlicht und Kohlendioxid zum Überleben benötigen!

 

Unterscheidung von Düngemitteln

Ein wesentlicher Unterschied bei Düngemitteln ist, dass diese in organische und mineralische Dünger eingeteilt werden können. Organischer Dünger entsteht biologisch und besteht aus tierischen oder pflanzlichen Stoffen. Deshalb sind diese Dünger für die ökologische Pflanzkultur geeignet und auch die umweltschonende Alternative zu mineralischen Düngern, welche industriell hergestellt werden müssen und dabei sehr viel Energie und Gas verbrauchen.

Mischdünger sind Dünger, die verschiedene Nährstoffe enthalten. Ein Volldünger wird oftmals auch als NPK-Dünger bezeichnet und ist ein Gemisch aus allen wichtigen Elementen. Spezialdünger hingegen weisen vor allem eine Mischung von Spurenelementen auf. Unter Einzeldünger versteht man die Düngemittel, die hauptsächlich nur einen Nährstoff enthalten. Diese heißen zum Beispiel Phosphatdünger, Kalkdünger oder Stickstoffdünger.

 

Bodenhilfsstoff und Dünger: Wo liegt der Unterschied?

Oftmals werden Mittel, die zum Boden gegeben werden, als Dünger bezeichnet. Dabei gibt es auch noch sogenannte Bodenhilfsstoffe, die einen ähnlichen Effekt auf Pflanzen haben können wie Dünger, aber auf eine andere Weise wirken.

Wie der Name schon erahnen lässt, sind Bodenhilfsstoffe dafür da, die Eigenschaften des Bodens zu verbessern. Dadurch kann die Aufnahme der vorhandenen Nährstoffe verbessert werden und so die Wirkung von Düngern optimiert werden. Bodenhilfsstoffe gibt es ohne wesentlichen Nährstoffgehalt oder auch mit Nährstoffen angereichert. So beispielsweise unseren Bio Bodenverbesserer, der aus mit Nährstoffen aufgeladener Pflanzenkohle besteht. Die Pflanzenkohle hat eine sehr poröse Struktur, wodurch Wasser und Nährstoffe pflanzenverfügbar gebunden werden können und nicht auswaschen. Des Weiteren bietet diese Struktur mehr Lebensraum für Mikroorganismen im Boden, welche für die Erhaltung gesunder Böden eine wichtige Rolle spielen.

 

Foto von Gartenutensilien

 

Arten von Dünger: Flüssigdünger und fester Dünger

Die primären Arten von Dünger sind Flüssigdünger und fester Dünger. Es herrscht nicht nur ein Unterschied in der Konsistenz und somit in der Einbringung, sondern auch in der Wirkung des Düngers. So sorgt Flüssigdünger oftmals für den „Sofort-Effekt“, während fester Dünger eher langfristige Erfolge verspricht. Festen Dünger gibt es in unterschiedlichen Arten, beispielweise Stäbchen, Pulver, Körner oder Pellets. Diese Dünger wirken erst in Kombination mit Wasser, welches die darin gespeicherten Nährstoffe zur Wurzel befördern muss. Flüssigdünger wirkt dagegen direkt an der Wurzel, kann aber auch schneller ausgewaschen werden. Unser Flüssigdünger von Wundergarten ist ein organischer Bio-Dünger, welcher durch die enthaltene Pflanzenkohle gleichzeitig den Boden aufwertet und die Nährstoffe besser im Boden hält. Der klare Vorteil: Eine kurzfristige Wirkung ist vorhanden, aber auch langfristig zeigt unser Flüssigdünger noch Effekte, denn einer Auswaschung der Nährstoffe wird mit der enthaltenen Pflanzenkohle entgegengewirkt.

 

Der beste Dünger für Zimmerpflanzen

Bei unseren Zimmerpflanzen, die zu den Grünpflanzen gehören, ist eine ausreichende Versorgung von Stickstoff besonders wichtig. Dieser Nährstoff sorgt nämlich für die Entwicklung der Blattmasse und hilft dabei, die Blätter sattgrün zu färben. Es wird also empfohlen, entweder einen Vollwertdünger wie einen NPK-Dünger zu verwenden oder einen Dünger speziell für Grünpflanzen auszuwählen. Denn Stickstoff ist zwar besonders wichtig und es kann für die Ausbildung von besonders großen Blättern noch zusätzlich ein Stickstoffdünger verwendet werden, aber auch andere Nährstoffe sind essenziell für die Gesundheit von Zimmerpflanzen. So wird Phosphor für die Wurzel-, Blüten- und Fruchtbildung benötigt und Kalium für die Erhöhung der Widerstandsfähigkeit. Ob fester oder flüssiger Dünger ist hierbei egal. Bei besonderen Zimmerpflanzen ist immer zu schauen, ob diese abweichende Bedürfnisse haben. So hat die Orchidee als tropische und blühende Aufsitzerpflanze andere Nährstoffbedürfnisse und sollte mit speziellem Orchideendünger gedüngt werden.

 

Der beste Dünger für Gemüse, Tomaten und Co.

Bei der Anzucht des eigenen Gemüses ist es wichtig, im Hinterkopf zu haben, dass viele Gemüsearten zu den Starkzehrern zählen, weshalb viel Düngung essenziell für eine erfolgreiche Ernte ist. Generell ist ein NPK-Dünger geeignet, um Gemüsepflanzen zu versorgen. Grünpflanzendünger ist nicht geeignet, da dieser einen erhöhten Stickstoffanteil aufweist. Gemüsepflanzen brauchen aber eher einen erhöhten Kaliumanteil im Dünger, denn dies trägt massiv zum Schutz vor Stressfaktoren und der Regulierung des Wasserhaushaltes bei und steigert auch noch den Vitamin-Gehalt der Früchte.

Besonders beliebt ist die Kultivierung der eigenen Tomaten, weil diese wunderbar als Topfkultur auf dem Balkon gedeihen können und aus dem eigenen Anbau meist viel besser schmecken als aus dem Supermarkt. Tomaten benötigen allerdings sehr viele Nährstoffe, weswegen man sich für eine erfolgreiche Tomatenernte einmal mit dem Tomaten düngen beschäftigen muss. Sobald die Pflanzen nach der Aussaat drinnen ins Freiland gesetzt werden, müssen sie etwa alle 2 Wochen gedüngt werden. Beginnt die Blütezeit im Juni, so muss bis zur Ernte jede Woche gedüngt werden. Wir empfehlen organischen Dünger, denn dieser ist auf jeden Fall unbedenklich für den späteren Verzehr der Früchte. Tomaten benötigen besonders viel Phosphor, welcher in Kompost vorhanden ist.

 

Erdbeeren düngen: Womit geht es am besten?

Bei der Versorgung von Erdbeerpflanzen sollte man immer auf organischen Dünger setzen, denn diese sind den Salzen in mineralischen Düngern gegenüber sehr empfindlich. Die Pflanzen brauchen viele Nährstoffe für die Fruchtausbildung und gehören auch zu den mehrjährigen Pflanzen, weshalb sie nicht nur während der Blüte- und Fruchtausbildung regelmäßig gedüngt werden müssen, sondern auch nach der Ernte, damit sie im nächsten Jahr ebenfalls viele Früchte tragen können. Ein organischer Vollnährstoffdünger oder ein spezieller Beeren-Dünger eignet sich also für die Kultivierung von Erdbeeren am meisten.

Profi-Tipp: Neben einer ausreichenden Düngung ist es besonders wichtig, die Erdbeerpflanzen mit Stroh zu mulchen, sobald sich die besten Früchte bilden, damit diese vor der Nässe des Bodens geschützt sind und somit nicht schimmeln.

 

Welcher Dünger ist am Besten für Hortensien und Oleander?

Zu den Moorbeetpflanzen gehören Hortensien, Rhododendron und auch Heidelbeeren. Sie benötigen eine spezielle Pflege, denn normaler Universaldünger eignet sich aufgrund der Nährstoffzusammensetzung nicht. Moorbeetpflanzen benötigen viel Stickstoff und Kalium, aber eher weniger Phosphor. Aus diesem Grund gibt es spezielle Hortensien- oder Rhododendron Dünger, die aber für jede Moorbeetpflanze verwendet werden können. Des Weiteren mögen diese Pflanzen einen sauren Boden mit einem pH-Wert von 4,5-5. Hortensien düngen geht auch mit Kaffeesatz. Dieser ist als natürliches Düngemittel besonders gut, denn er ist leicht säuerlich.

Der mediterrane Oleander gehört zu den Starkzehrern und benötigt im Frühjahr und Sommer ausreichend und regelmäßig Dünger. Die Pflanze benötigt mehr Stickstoff und Kalium als Phosphor, neben speziellen Düngern für mediterrane Pflanzen ist also auch ein herkömmlicher NPK-Dünger geeignet. Hier sollte man dann aber auch auf das Verhältnis der drei Hauptbestandteile schauen und darauf achten, dass mehr N (Stickstoff) und K (Kalium) als P (Phosphor) enthalten sind. Dies erkennt man sehr leicht an den drei Zahlen, die hinter der Bezeichnung "NPK" stehen: Diese Zahlen geben den prozentualen Anteil der enthaltenen Nährstoffe an. Spezialdünger verfügen noch über zusätzliche Spurenelemente, die für den Oleander besonders wichtig sind. Diese kann man allerdings auch durch Gesteinsmehl oder Algenkalk einbringen. Als Oleanderdünger eignet sich auch Kaffeesatz. Zu den mediterranen Pflanzen gehören auch Lavendel, Hibiskus, Zitruspflanzen, Olivenbäume. Diese haben einen ähnlichen Nährstoffbedarf.

 

Was kann man mit Kaffeesatz düngen?

Als Alternative zu teuren und nicht nachhaltigen mineralischen Düngern kann man auch Kaffeesatz als Dünger verwenden. Dieser lockert die Struktur des Bodens auf und enthält für das Wachstum der Pflanzen benötigte Nährstoffe. Dazu zählen Stickstoff, Phosphor, Kalium und Gerbsäure, aber auch weitere Spurenelemente. Doch nicht jede Pflanze mag diese Nährstoffzusammensetzung oder den leicht säuerlichen pH-Wert des Kaffeesatzes, weshalb Vorsicht bei der Einbringung in den Garten geboten ist. Generell sollte nur alle paar Monate mit Kaffeesatz gedüngt werden. Zu den Gemüsepflanzen, die Kaffeesatz mögen, gehören Tomaten, Gurken oder Zucchini. Auch Rosen profitieren besonders.