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Bio-Dünger: Das solltest Du wissen

Illustration Zimmerpflanze mit kleinen Menschen

Die Auswahl an Düngemitteln ist fast genauso vielfältig wie die Anzahl an Pflanzen. Wie soll man da noch entscheiden, ob man einen organischen oder mineralischen Dünger kaufen soll? Und was sind eigentlich die Vorteile von Bio-Düngern? Um ein wenig Licht ins Dunkeln zu bringen, haben wir alles Wissenswerte über Düngemittel zusammengetragen und einen besonderen Fokus auf Bio-Dünger gelegt.

 

Wer hat Dünger erfunden?

Dünger sind Stoffgemische oder Reinstoffe, die dazu dienen, Pflanzen mit Nährstoffen zu versorgen. Entdeckt wurden Düngemittel Mitte des 19. Jahrhunderts vom deutschen Chemiker Justus von Liebig. Dieser erkannte nämlich, dass die Pflanzen sich von im Boden und der Luft enthaltenen Mineralstoffen ernähren. Wenn ein Feld also ertraglos war, dann lag es daran, dass chemische Elemente im Boden fehlten. Er erkannte, dass man anhand von chemischen Analysen feststellen konnte, welche Stoffe im Boden fehlten und diese dann gezielt in den Boden bringen kann. Dies war die Entstehung der Vielzahl an Düngern, die wir heute kennen.

 

Wie werden Dünger eingeteilt?

Grundsätzlich unterscheidet man erst mal zwischen organischen und mineralischen Düngern. Organische Dünger entstehen natürlich und haben einen pflanzlichen oder tierischen Ursprung. Für die Herstellung werden oftmals Restabfälle aus der Landwirtschaft verwendet. So beispielsweise Zuckerrüben-Vinasse oder Hornmehl. Dann wird der organische Dünger auch Wirtschaftsdünger genannt. Sogenannter organischer Handelsdünger entsteht, wenn externe Ressourcen wie Kompost aus Kompostierbetrieben oder Klärschlamm aus Kläranlagen verarbeitet werden. Mineralische Dünger werden künstlich hergestellt, weshalb die Nährstoffe dort oftmals in Form von Salzen vorliegen. Ein organisch-mineralischer Dünger ist aber ebenfalls erhältlich: Organische Substanzen werden dann mit mineralischen Stoffen versehen.

 

Bio-Dünger und Konventioneller Dünger

Mineralische Dünger und die biologische Landwirtschaft sind oftmals nicht vereinbar, weshalb der Großteil der Bio-Dünger gleichzeitig organische Dünger sind. Zu den zugelassenen mineralischen Bio-Düngemitteln gehören allerdings Gesteinsmehl, Kalk, Kaliumsulfat, Schwefel und Spurenelementdünger. Nicht als Bio-Dünger zugelassen sind beispielweise synthetische Stickstoffdünger und hochlösliche Phosphordünger.

Bio-Dünger genau zu definieren ist schwierig, weil es für Düngemittel nicht wie in der Landwirtschaft allgemein geregelte Bio-Zertifizierungen gibt. So dürfen die Stoffe für die Bio-Dünger Produktion mit Ausnahmen auch aus der konventionellen Landwirtschaft stammen. Wichtig ist bei biologischen Düngern, dass keine genetisch veränderten Pflanzen verwendet werden und die Dünger das Grundwasser bei geregelter Verwendung nicht belasten können.

Als Unterschied bei der Anwendung von Bio-Düngern lässt sich feststellen, dass diese die Nährstoffe im Durchschnitt langsamer freigeben als konventionelle Dünger. Somit versorgen diese die Kulturen langfristiger.

 

Dünger verwenden: Einarbeiten und Verteilen

Die Anwendung eines Düngemittels variiert je nach Art des Düngers. Am gängigsten sind Flüssigdünger und feste Dünger in Form von Granulaten, Pellets oder Stäbchen. Generell kann man sagen, dass Pflanzen im Zeitraum von März-Oktober etwa einmal die Woche gedüngt werden sollten und in der Ruhephase von November-Februar nur etwa einmal im Monat. Dies ist nur ein grober Richtwert, es sollte stets auf die Wachstumsphase, Art der Pflanze und dem Standort abgestimmt gedüngt werden. Hat man die Pflanzen in neue Erde gepflanzt, braucht diese etwa einen Monat keine Düngung, da die Erde genügend Nährstoffe bietet. Fester Dünger sorgt für eine Langzeit-Düngung, während Flüssigdünger für schnell verfügbare Nährstoffe sorgt. Jedes Düngemittel, was man erwerben kann, muss eine Anleitung für die genaue Einbringung beigefügt haben. Flüssigdünger wird aber meistens ins Gießwasser gemischt. Düngerstäbchen oder Pellets werden einfach in die Erde gesteckt und Granulate mit der Blumenerde vermischt. Nach der Einarbeitung von festem Dünger muss gegossen werden, damit die Nährstoffe sich lösen und zu den Wurzeln der Pflanze transportiert werden können.

 

Flüssigdünger auf Erde

 

Bio Flüssigdünger von Wundergarten

Unser rein organischer Bio-Volldünger versorgt Deine Pflanzen optimal mit allen wichtigen Nährstoffen und trägt zu einer erfolgreichen Blüten- und Fruchtbildung sowie gesundem Wachstum bei. In unserem Dünger bieten die 15 % enthaltene Pflanzenkohle einen besonderen Zusatz, denn diese sorgt dafür, dass Nährstoffe bei der Pflanze bleiben und nicht ausgewaschen werden. Darüber hinaus wertest Du Deinen Boden mit jedem Düngevorgang nachhaltig auf, denn die Pflanzenkohle aktiviert den Boden und sorgt dafür, dass dieser lebt. Zusätzlich speichert Pflanzenkohle CO2 und schützt das Klima. Ein kleines Wunder! Einfach zum Gießwasser geben: 5 ml pro Liter Gießwasser (ca. 1 Teelöffel/Liter).

 

Dünger: Wie lange ist er haltbar?

Dünger ist zum Glück länger haltbar, denn oftmals benötigt man nicht den gesamten Dünger in einer Gartensaison! Meistens beträgt die Haltbarkeit von Flüssigdüngern 2 Jahre. Sobald Flüssigdünger mit Wasser vermischt wird, sollte er direkt eingebracht werden. Fester Dünger kann mit sachgerechter Lagerung sogar noch länger halten.

 

Wer darf Dünger verkaufen?

Dünger kann sowohl im Fachhandel und Gartencentern als auch online oder im Einzelhandel verkauft werden. Da diese Düngemittel für den Privatgebrauch und nicht für die professionelle Landwirtschaft vorgesehen sind, gibt es weniger Vorschriften beim Verkauf. Beim Vertrieb von Düngemitteln, Pflanzenschutzmitteln, Bodenhilfsstoffen und Kultursubstraten in größeren Behältnissen ab 50 kg wird die Einhaltung von Handelsvorschriften genaustens geprüft. Dies dient dem Schutz der Verbraucher und der Umwelt.

 

Wie muss man Dünger lagern?

Die richtige Lagerung von Düngemitteln ist besonders wichtig, um Sicherheit und Wirksamkeit zu gewährleisten. Dünger sollte immer außer Reichweite von Kindern und Tieren gelagert werden. Außerdem ist zu beachten, dass fester organischer Dünger Tiere anlocken könnte. Dünger sollte immer gut verschlossen und vor Feuchtigkeit geschützt werden. Kommt fester Dünger während der Lagerung mit Feuchtigkeit in Kontakt, so beginnt der Zersetzungsprozess. Die Temperaturen sollten nicht zu stark schwanken und Düngemittel sollte generell eher an einem kühlen Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung aufbewahrt werden.

 

Wie und wo kann man Dünger entsorgen?

Ein Vorteil der Verwendung von bio- und organischen Düngern ist, dass diese einfacher zu entsorgen sind. Sie enthalten keine für die Umwelt gefährlichen Inhaltsstoffe und können in haushaltsüblichen Mengen mit Wasser verdünnt auf dem Kompost oder im Garten ausgebracht werden. Wichtig ist, dass diese breitflächig verteilt werden, um nicht einen Standort im Garten mit Überdüngung zu schädigen. Eine andere Option ist es, in Gärtnereien vor Ort nachzufragen, ob diese den alten Dünger annehmen können. Zu beachten ist, dass weder organischer noch mineralischer Dünger in den Abfluss gegeben werden darf, denn diesen wieder aus dem Wasserkreislauf zu filtern ist mit viel Aufwand verbunden. Mineralischer Dünger muss in einem geschlossenen Behälter an der lokalen Schadstoffstelle abgegeben werden. Er darf nicht einfach im Garten ausgebracht werden oder in den Restmüll gelangen!

 

Warum ist Dünger teuer?

Mineraldünger ist sehr aufwendig in der Produktion. Durch die aktuell erhöhten Energiepreise wirkt sich dies auch auf die Kosten der Düngerproduktion aus. Des Weiteren wird aufgrund knapper Rohstoffe weniger produziert, was den Preis ebenfalls in die Höhe treibt. Erdgas bildet beispielsweise die Grundlage für mineralische Stickstoffdünger.

Organischer Dünger ist weniger abhängig von Energiepreisen und deshalb in der Regel günstiger. Die Rohstoffgrundlage bilden Abfallprodukte, die sowieso entstehen und deshalb preisgünstig sind. Wer keinen Dünger kaufen möchte, der kann sich auch einen Bio Dünger selber machen. So bieten Kaffeesatz oder das Kochwasser von Gemüse einen Düngemittelersatz. Wer einen Garten hat, der kann einen Kompost oder Brennnesseljauche ansetzen und dies verwenden, um seine Pflanzen zu düngen.